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Abwasserentsorgung in Kleingärten
02.09.2017 12:04 (317 x gelesen)

Informationen des Wasser- und Abwasserverbandes Holtemme-Bode zur Abwasserentsorgung in Kleingärten

Auf die Anfrage der Volksstimme vom 28.08.2017

Für den Abtransport und die anschließende Reinigungsleistung von Schmutzwasser entsteht dem Verband der finanzielle Entsorgungsaufwand. Dieser Aufwand unterscheidet sich durch die Transportart, die zu entsorgende Menge und die Häufigkeit der Entsorgung. Dieser Aufwand ist dann nach dem Abgabenrecht des Landes Sachsen-Anhalt auf die betroffenen Nutzergruppen - also unterschiedlich - zu verteilen. Bei uns erfolgt dies mit der Satzung über die Erhebung von Gebühren für die dezentrale Abwasserbeseitigung vom 03.12.2012 in der Fassung ihrer 2. Änderung vom 17.11.2016



Maßgeblich ist, ob der Abtransport zentral über eine Leitung im Erdreich oder dezentral durch ein spezielles Entsorgungsfahrzeug erfolgt und ob kontinuierlich Schmutzwasser anfällt oder ob lediglich zu wenigen Zeiten im Jahr die Abfuhr erforderlich ist. Auch wenn die zentrale Entsorgung über die Kanalisation aus Sicht aller Beteiligten die Vorzugsvariante ist, lässt sich diese z.B. aus räumlichen Gründen nicht immer umsetzen, so dass dezentrale Anlagen verbleiben.

Die dezentrale Abwasserentsorgung erfolgt über ‚Auffanggruben‘ oder ‚Vollbiologische Anlagen‘: Vollbiologisch arbeitende Anlagen verfügen über eine eigene Abwasseraufbereitung und sind auf einen kontinuierlichen Schmutzwasserzulauf angewiesen, damit die Biologie der Anlage funktionieren kann. Dieser Anlagentyp reinigt nahezu das gesamte Abwasser und ist eine Ausfuhr des Inhalts erst in mehrjährigen Abständen erforderlich. Dagegen dient eine Auffanggrube lediglich als unterirdischer Behälter für die „Zwischenlagerung“ zur häufigeren Entsorgung durch Abtransport.

Daraus ergeben sich auch die unterschiedlichen Einsatzgebiete der Systeme, d.h. in der Regel kommen ‚Vollbiologische Anlagen‘ für eine Wohnnutzung in Frage, während ‚Abflusslose Sammelgruben‘ für einen vorübergehende Nutzung bis zur Herstellung eines zentralen Anschlusses oder bei Nutzungsarten mit unregelmäßigem Abwasseranfall, wie in Kleingärten, zum Tragen kommen. Eine eigene Gebühr für Kleingärten gibt es nicht.

Der Aufwand wird verursachergerecht für jede Entsorgungsgruppe kalkuliert und enthält allein die darauf entfallenden Kosten und Mengen sowie die Ergebnisse der Ausschreibungen für die Transportleistung einschließlich der Über- bzw. Unterdeckungen aus Vorjahren. Der Kalkulationszeitraum beträgt gesetzeskonforme drei Kalenderjahre, um Schwankungen in einzelnen Jahren zu vermeiden. Aktuell ist die Kalkulationsperiode 01.01.2017 bis 31.12.2019.

Die Entsorgungsmenge aus dezentralen Anlagen sinkt wegen des auf 98% stark angestiegenen Anschlussgrades an die zentrale Kanalisation deutlich. Allein die Kosten für Absaugen und Abfuhr des Entsorgungsunternehmens haben sich im Verhältnis zur Vorperiode verdoppelt. Zudem hat sich gesetzlich der Verwaltungsaufwand, z.B. durch die Eigenüberwachungsverordnung (EigÜVO) vom 25.10.2010 (GVBl. LSA 2010, S 526) und die Verordnung zur Überwachung der Selbstüberwachung und der Wartung von Kleinkläranlagen – Kleinkläranlagenüberwachungsverordnung (KKAÜVO) - vom 19.10.2012 (GVBl. LSA 201, S 520) stark erhöht.


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