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Mitteilungen : Neue Preisgestaltung Trinkwasser
21.12.2018 08:40 (1624 x gelesen)

Preisgestaltung Trinkwasser nach Wohneinheitenmaßstab

Zum 01.01.2019 stellen wir unser Preissystem um (für den Bereich Stadt Oberharz am Brocken). Maßgeblich ist dann in Wohngebäuden nicht mehr die Größe des Wassermengenmessers (Trinkwasserzähler), sondern die Zahl der Wohneinheiten (WE). Daneben verbleibt es für gewerblich genutzte Einheiten (SE) bei der bisherigen Staffelung nach Größe des Wassermengenmessers.

Damit erreichen wir einerseits eine ausgewogene und verursachergerechte Kostenbeteiligung der einzelnen Nutzergruppen sowie andererseits die weitergehende Verankerung des fixen Kostenaufwandes im Grundentgelt.



Fragen und Antworten

Weshalb ist die Änderung des Tarifsystems erforderlich?

Die Versorgung mit Trinkwasser besteht zu mehr als 80 Prozent aus fixen Kosten, wie z.B. den Kosten für die Wassergewinnung, -aufbereitung und –verteilung und ist daher durch den Versorger nur eingeschränkt beeinflussbar.

Um diesem Anteil an fixen Kosten in der Trinkwasserversorgung Rechnung zu tragen und die Kosten verursachergerechter zu verteilen, haben wir das Tarifsystem ab 2019 an diese Erfordernisse angepasst.

Diese Anpassung ist erforderlich, da sich einerseits der Rückgang der Einwohnerzahlen im Versorgungsbereich zwar abgeschwächt und die Absatzmenge an Trinkwasser leicht angestiegen ist, andererseits aber der Bundesgerichtshof für die Wasserversorger klargestellt hat, dass die Dimensionierung insbesondere für den kleinsten Trinkwassermengenzähler anders als bislang zu bewerten ist. Dieser kleinste Mengenzähler ist im Verbandsgebiet in weit überwiegendem Umfang verbreitet.

Zur Vermeidung stärkerer Belastung einzelner Kundengruppen hat die Verbandsversammlung beschlossen, den Mengenpreis zu senken und den Grundpreis auf das breitere Fundament der Wohneinheiten zu stellen. Dieses bietet die Gewähr, dass die Vorhaltekosten des Trinkwassernetzes verursachergerechter verteilt werden.

Im Ergebnis wird ab dem 01.01.2019 der Mengenpreis pro Kubikmeter Trinkwasserentnahme von 3,64 Euro (netto) auf 2,71 Euro (netto) herabgesetzt.   

Ein hoher Mengenpreis führt erfahrungsgemäß bei Verbrauchern zum verstärkten Wassersparen. Wegen der bisherigen Kostenstruktur kann der Verband auf eine rückläufige Nachfrage nur mit höheren Preisen reagieren. Dies wiederum motiviert zum weiteren Wassersparen, was für diese Region bzw. unser Verbandsgebiet mit einem guten Wasserdargebot nicht erforderlich ist. Um die Bildung einer Preisspirale zu verhindern, haben wir uns entschlossen, mit Einführung des neuen Tarifsystems die Verstärkung der Wassernutzung zu unterstützen. Diese Nutzung steht nunmehr allen Kundengruppen gleichermaßen offen. Insbesondere Kunden, die nicht über Einsparmöglichkeiten verfügen oder bei denen sich ein höherer Verbrauch nicht vermeiden lässt (beispielsweise Familien mit Kindern) werden durch die Absenkung des Mengenpreises beim neuen Tarifsystem entlastet.
 

Wie verteilen sich die Kosten der Trinkwasserversorgung?

Die Trinkwasserversorgung im Oberharz ist aus Gründen der Topografie und wegen der Untergrundbeschaffenheit aus massivem Felsgestein deutlich kostenaufwändiger als in Regionen mit anspruchsloseren Böden, wie beispielsweise im nördlicheren Sachsen-Anhalt.

Für die Endkundenversorgung unterhalten wir unter anderem ein umfassendes System an Hochbehältern, Pumpstationen, Gewinnungs- und Aufbereitungsanlagen, Messeinrichtungen sowie ca. 152 km Leitungsnetz.
Die Kosten für die Pflege und Wartung dieser Anlagen machen rund 80 % der Gesamtkosten der Wasserversorgung aus und sind unabhängig von der eigentlichen Abnahmemenge. Lediglich die restlichen 20% können bei einer geringeren Absatzmenge angepasst werden.

Das Tarifsystem ab 01.01.2019 ordnet diese Fixkosten stärker dem Grundpreis zu und sorgt damit unabhängig von etwaigen Trinkwasser-Entnahmeschwankungen für eine größere Ausgewogenheit bei den Einnahmen und andererseits für eine erleichterte Wassernutzung durch die Kunden.
 

Darf der Wasser- und Abwasserverband Holtemme-Bode das Tarifsystem ändern?

Für Wasserversorger, wie auch den Wasser- und Abwasserverband Holtemme-Bode, die ihre Kunden auf privatrechtlicher Grundlage versorgen, gilt die „Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser“ (AVB WasserV). Darin ist geregelt, dass der Wasserversorger die Bedingungen zur Belieferung sowie die Preise vorgeben und auch ändern kann (§ 4 Abs. 2 AVB WasserV). Insofern ist die Änderung unseres Tarifsystems sowie die Preisbildung von der AVB WasserV umfasst.

Die Gestaltung unseres Tarifsystems orientiert sich dabei dauerhaft und eng an der zur AVB WasserV ergangenen Rechtsprechung, insbesondere an der des Bundesgerichtshofes (z.B. AZ VIII ZR 245/15 vom 17. Mai 2017). Danach ist es Wasserversorgern gestattet, ihre Tarife nach bestimmten Grundsätzen zu gestalten, wie z.B. den Grundpreis an Wohneinheiten auszurichten.
 

Hat die Umstellung Auswirkungen auf die Trinkwasserbelieferung?

Nein, die Umstellung betrifft lediglich die Aufteilung der durch die Wasserversorgung entstehenden Kosten und lässt die bisherige Qualität und Sicherheit der Versorgung unserer Kunden mit Trinkwasser unberührt.
 

Benötige ich keinen Wasserzähler mehr?

Für die Umstellung des Tarifsystems ist eine Änderung der eingesetzten Trinkwassermengenmesser (Trinkwasserzähler) nicht erforderlich.
Die entnommene Trinkwassermenge wird auch weiterhin über die Messeinrichtung erfasst.
 

Zahle ich künftig mehr?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Im Ergebnis wurde das neue Tarifsystem so ausgewogen gestaltet, dass sich die Entlastungen und Belastungen in Folge der Umstellung für Haushalte mit Durchschnittsverbräuchen in einer engen Bandbreite bewegen.
 

Wie setzt sich der Wasserpreis für Wohneinheiten zusammen?

Der Tarif für Wohneinheiten setzt sich zusammen aus
1.    dem Mengenpreis für die abgenommene Wassermenge
2.    dem Grundpreis für die Kosten der Vorhalteleistung der Versorgungsanlagen
 

Was ist eine Wohneinheit und wie wird die Anzahl meines Grundstücks ermittelt?

Maßgeblich ist die Anzahl aller in einem Gebäude befindlichen gelegenen Einheiten, d.h. der Wohn- und sonstigen Einheiten.

Als Wohneinheit (WE) gelten die zu Wohnzwecken, d.h. zum dauernden Aufenthalt von Menschen bestimmten oder genutzten Räume, die über eine Koch-Gelegenheit sowie sanitäre Einrichtungen verfügen. Sie hängen im Regelfall zusammen, sind nach außen abschließbar und dienen der Haushaltsführung. Wohneinheiten verfügen über einen eigenen, unmittelbar aus dem Freien oder über ein Treppenhaus oder einen sonstigen Vorraum erreichbaren Eingang. Wohneinheiten sind auch Appartements und Einliegerwohnungen, die eine Haushaltsführung ermöglichen. Für die Berechnung der Anzahl an Wohneinheiten ist die aktuelle Nutzung nicht maßgeblich.

Im Oktober 2017 haben wir in Vorbereitung der Überprüfung unseres Tarifsystems alle Kunden angeschrieben und um Ausfüllung sowie Rücksendung des Abfragebogens gebeten, in dem mitgeteilt wird, wie viele Wohneinheiten der angegebene Wasserzähler im Objekt versorgt.
Aus diesen Angaben haben wir die Anzahl der Wohneinheiten in dem Gebäude ermittelt.
 

Wozu wird die genaue Anzahl der Wohneinheiten benötigt?

Ausschlaggebend ist die Inanspruchnahme des Versorgungssystems nach Wohneinheiten, da diese unabhängig von der Wassermengengröße (Trinkwasserzähler) die für das Grundstück notwendigen Vorhalteleistungen widerspiegelt.
 

Wird der Grundpreis auch für leerstehende Wohnungen erhoben?

Ja, denn solange ein Anschluss an die öffentliche Trinkwasserversorgung besteht, ist die jederzeitige Inbetriebnahme wieder möglich und die Vorhalteleistung erforderlich. Erst eine körperliche Trennung von der öffentlichen Versorgung führt zu einem Entfall des Grundpreises. Die Einzelheiten für eine solche körperliche Trennung sind in der AVB WasserV erläutert oder sprechen Sie uns einfach an. Wichtig: Aus hygienischen Gründen ist zu beachten, dass nicht genutzte Leitungsabschnitte vor einer Wiederinbetriebnahme gespült werden müssen.
 

Führt ein Zählerausbau zum Wegfall des Grundpreises?

Da der Anschluss an das Verteilernetz trotz des Zählerausbaus durch uns als Versorger weiterhin durch einen erneuten Einbau jederzeit möglich ist, bleibt die Leistungsvorhaltung weiterhin bestehen. Zudem bleibt der Wasserlieferungsvertrag bis zu seiner wirksamen Kündigung bestehen. Erst bei einer körperlichen Trennung durch uns als Versorger nach Kündigung des Wasserliefervertrages entfällt die Verpflichtung zur Entrichtung des Grundpreises.
 

Was versteht man unter einer „sonstigen Einheit“?

Als sonstige Einheit (SE) gelten:
•    alle an das Versorgungssystem angeschlossenen und nicht oder nicht überwiegend zu Wohnzwecken genutzte Gebäude oder Gebäudeeinheiten, wie insbesondere Gewerbe, öffentliche und technische Einrichtungen

•    Grundstücksflächen, wie z.B. unbebaute Grundstücke, landwirtschaftliche Flächen, Gärten usw.

•    Einrichtungen, zu wohn- oder wohnähnlichen Zwecken, in denen keine eigenständige Haushaltsführung möglich ist (z.B. Heime, Sanatorien o.Ä.)

•    Einrichtungen, die nicht zum dauernden Aufenthalt bestimmt sind oder genutzt werden wie beispielsweise Hotels, Pensionen, Ferienhäuser, Ferienzimmer, Krankenhäuser o.Ä.)

Mehrere SE auf einem Grundstück bzw. in einem Gebäude gelten als je eine eigenständige SE. SE werden gestaffelt nach Durchflussmenge der Wassermesseinrichtung abgerechnet.

Hinweis:
Ferienwohnungen,
die in Privathäusern oder separaten Ferienhäusern liegen und die Bedingungen einer Wohneinheit erfüllen (abgesehen vom dauernden Aufenthalt), werden unabhängig der tatsächlich an der Verbrauchsstelle vorhandenen Zählergröße mit Q3 4 und damit der kleinsten SE abgerechnet. Diese Zählergröße entspricht preislich einer Wohneinheit. Die Rechnung weist solche Ferienwohnungen bis zur Anpassung des Abrechnungsprogrammes des Softwareherstellers als Wohneinheit aus.

Wie setzt sich der Wasserpreis für „sonstige Einheiten“ zusammen?

Der Tarif setzt sich zusammen aus
1.    dem Mengenpreis für die abgenommene Wassermenge
2.    dem Grundpreis nach der Größe der Wassermesseinrichtung

Besteht eine Wahlmöglichkeit zwischen dem Tarif für Wohngebäude und für sonstige Einheiten?

Nein, es wird der für die jeweilige Nutzung zugrundeliegende Tarif angewendet.

Wie werden meine Daten geschützt?

Der Wasser- und Abwasserverband Holtemme-Bode hält die Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes strikt ein. Eine unberechtigte Weitergabe der Daten an Dritte erfolgt nicht.
 

Weitere Auskünfte zum Tarifsystem

Gerne können sie sich persönlich oder fernmündlich sowie schriftlich an uns wenden. Die Kundenbetreuung beantwortet alle Fragen rund um das neue Tarifsystem unter den Telefonnummern 03943/5463-115, -136, -123.
Selbstverständlich können Sie Ihre Fragen auch direkt schriftlich an die Kundenbetreuung  per E-Mail kundenbetreuung@wahb.de stellen.

 


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